Schlafstörungen natürlich beheben

Schlafstörungen sind sehr vielen Menschen bekannt und nicht verschreibungspflichtige Schlafmittel gehören zu den am meisten gekauften Pharmazeutika. Dabei sind Schlafstörungen ein ernstzunehmendes Thema, denn die gesundheitlichen Auswirkungen sind enorm.

Ein gesunder Biorhythmus ist die Basis für deinen Schlaf. Wertvolle Informationen erhältst du in meinem gratis E-book „Tickst du im Takt.

Was sind Schlafstörungen?

Per Definition sind Schlafstörungen subjektiv empfundene oder objektiv beobachtete Abweichungen vom normalen Schlaf in sowohl quantitativer, als auch qualitativer Hinsicht. Diese gehen dann mit einer eingeschränkten Tagesbefindlichkeit einher.

Den wenigsten ist bekannt, dass Schlafstörungen oft mit einem gestörten Biorhythmus zusammenhängen. Erfahre mehr in meinem gratis E-book “Tickst du im Takt.”.

Welche Ursachen gibt es für Schlafstörungen?

Die Ursachen für Schlafstörungen sind vielfältig und komplex, wie diese Fragenübersicht verdeutlicht. Diese Aspekte schaue ich mir bei den Klienten mit Schlafstörungen in meiner Praxis immer an?

  • Wie sehen die alltäglichen Lebensgewohnheiten aus?
  • Wie sieht die familiäre Situation aus?
  • Wie setzt sich die Ernährung zusammen?
  • Arbeitet die oder der Betroffene in Schichtarbeit?
  • Bis wann wird Kaffee getrunken?
  • Wie und wann wird Alkohol konsumiert?
  • Wird geraucht?
  • Wie sieht die Schlafumgebung aus?
  • Welche Materialien werden im Schlafzimmer verwendet?​​​​​​​
  • Gibt es eine zu hohe Belastung durch elektromagnetische Felder?
  • Welche Abend- und Zubettgehrituale werden gepflegt?
  • Wie viel Zeit wird für eine erholsame Nacht einkalkuliert?
  • Wie viel wurde sich tagsüber bei natürlichem Tageslicht, also draußen, bewegt?​​​​​​​
  • Welche Medikamente werden eingenommen?
  • Welche Erkrankungen und weitere Symptome liegen vor?
  • Wie hoch ist der psychoemotionale Stress?
  • Welche Probleme, Sorgen und Ängste beschäftigen?
  • Wie sieht es im Hormonhaushalt aus?
  • Wie funktioniert die Tag-Nacht-Steuerung, sprich der Biorhythmus?​​​​​​​ Die Frage, die sich hier stellt … “Tickst du im Takt”? … Dieses Thema beleuchte ich genauer in meinem gleichnamigen, kostenlosen E-book.

Schlafen im gesunden Rhythmus

Unser Schlaf durchläuft natürlicherweise verschiedenen Phasen, die sich alle zusammen ungefähr in einem 90-minütigen Rhythmus wiederholen.

So durchlaufen wir nachts mehrfach die vier Schlafphasen und den REM-Schlaf. In diesem Rhythmus ist nächtliches Aufwachen übrigens völlig normal und stammt aus einer Zeit, als wir noch draußen in der Natur geschlafen haben. Äußere Gefahren mitbekommen zu können war für uns überlebenswichtig.

Interessanterweise laufen unsere biochemischen Prozesse auch tagsüber in einem ungefähr 90-minütigen Rhythmus ab. Doch woran orientiert sich dieser Rhythmus?

Du brauchst die Sonne für eine gute Nacht.

Die Rhythmen unseres Körpers werden in der Wissenschaft der Chronobiologie erforscht und als Biorhythmus bezeichnet.

Heute wissen wir, dass unsere Rhythmen mit denen unserer Erde, unserer Natur, unserer Sonne, des Mondes und des Universums im Austausch sind. Alles nimmt aufeinander Einfluss und bedingt einander. Und einer der wichtigsten Signalgeber ist die Sonne. Über das Auge wahrgenommenes Tageslicht gibt deinem Körper wichtige Orientierungsinformationen, welche Tageszeit gerade ist. Und je mehr natürliches Tageslicht genossen wurde, umso besser schlafen wir in der Nacht.

Die erste Intervention, die du umsetzen kannst, wenn du unter Schlafstörungen leidest, ist einfach mehr nach draußen zu gehen. Fahre Rad. Gehe spazieren. Am besten sogar im Wald. Denn auch der Wald schickt dir viele wertvolle Botenstoffe und Informationen, die dir helfen, mit den vielen Belastungen des modernen Lebens besser umgehen zu können. Dies alles sind Aspekte, die helfen, deinen Biorhythmus wieder natürlich zu synchronisieren. Dein Schlaf verbessert sich automatisch mit.

​​​​​

Schlafstörungen sind ein ernst zu nehmendes Thema

Schlafstörungen nehmen wir meistens auf die leichte Schulter. Sie scheinen zu einer Leistungsgesellschaft einfach mit dazu zu gehören. Sowohl Schlafmittel, als auch Wachmacher gehören zu den „beliebtesten“ Pharmazeutika.

Laut dem DAK-Gesundheitsreport 2017 sind etwa 34 Millionen Menschen im Alter zwischen 35 und 65 von Schlafstörungen betroffen. Jeder zehnte leidet wohl sogar unter besonders schweren Schlafstörungen, wie der Insomnie – eine besondere Form der Schlaflosigkeit. 80 Prozent der Arbeitnehmer fühlen sich subjektiv betroffen, doch die wenigsten lassen sich deswegen ärztlich behandeln und noch weniger lassen sich krankschreiben. Wir durchlaufen unseren Tag und machen unsere Arbeit also in einem übermüdeten Zustand. Laut dem DAK-Gesundheitsreport 2017 nehmen im Vergleich zu 2010 sogar fast doppelt so viele Berufstätige Schlafmittel ein. Dabei müsste das alles nicht sein, denn wir können mit einem natürlichen und biorhythmischen Lebensstil positiven Einfluss nehmen auf unsere Schlafqualität. Hier ein paar wichtige und sehr wirkungsvolle Kniffe für einen gesunden und erholsamen Schlaf.​​​​​​​

Natürliche Schlafmittel

Nutze die Kraft deiner Natur für eine gesunde und erholsame Nacht, indem du die folgenden Schritte für dich individuell anpasst.

  • LEGE DEINE AUFSTEHZEIT FEST Analysiere, wann du an den meisten Tag aufstehen musst. Diese Zeit nenne ich die „sozial verbindliche Aufstehzeit“. Wer nicht in Schichtarbeit berufstätig ist, hat meistens von Montag bis Freitag die gleiche Aufstehzeit. Bei mir ist das 6.45 Uhr. Lege im ersten Schritt diese Zeit fest.
  • KENNE DEIN SCHLAFBEDÜRFNIS Bei Erwachsenen liegt ein gesundes Schlafbedürfnis bei ca. 6-9 Stunden. Wenn du in dich hineinhorchst, wirst du eine Zeit in diesem Rahmen für dich angeben können, wann du dich wohl am ausgeschlafensten fühlen wirst. Bei mir sind es ca. 7 Stunden reine Schlafenszeit.
  • LEGE DEINEN EINSCHLAFZEITPUNKT FEST Wenn ich also um 6.45 Uhr aufstehen muss und ich weiß, dass ich in den ersten 30 Minuten noch eine gewisse Schläfrigkeit habe, rechne ich bei mir nun von 6.15 Uhr sieben Stunden rückwärts und bin dann bei 23.15 Uhr. 23.15 Uhr ist meine persönliche Zeit, zu der ich schlafen sollte. Also nicht die Zeit, zu der ich ins Bett gehe, sondern zu der ich schlafe. ​​​​​​​​​​​​​​
  • NUTZE DIE KRAFT DER RITUALE Die 90 Minuten vor deinem Zubettgeh-Zeitpunkt sollten ritualisiert sein. Ich selber habe folgende Rituale: Kein blaues Licht und kein Lärm mehr. Nur noch entspannte Beschäftigungen, wie ein ruhiges Gespräch bei Kerzenschein und Tee, zweimal in der Woche genieße ich ein Vollbad (gerne mit Lavendel und Melisse), ich trinke abends einen Entspannungstee, bevorzugt mit Melisse und Baldrian. Denn diese Substanzen helfen unserem Gehirn leichter mit dem Grübeln aufhören zu können und entspannen uns. Ich notiere mir noch kurz meine Aufgaben für den nächsten Tag (dann muss ich mir sie nämlich nachts nicht merken) und  schreibe auf,  was mir an diesem Tag richtig gut gelungen. Ich führe also ein Erfolgstagebuch. So gehe ich mit einem positiven und entspannten Selbstwertgefühl ins Bett. Ein Traum.
  • ESSE NICHT ZU SPÄT Meine letzte Mahlzeit habe ich ca. 4 Stunden vor meinem Einschlafzeitpunkt beendet, sprich um 19.15 Uhr. Außerdem genieße ich leicht Verdauliches. Salat hat zwar nicht viele Kalorien, doch unser Verdauungssystem muss viel leisten. Den empfehle ich dir am Mittag oder Morgen zu genießen. Abends esse ich gerne Suppe, Eintopf oder Fisch mit gedünstetem Gemüse. Und durch den ausreichend langen Abstand zum Zubettgehen, können meine Verdauungssysteme rechtzeitig zur Ruhe kommen und die Botenstoffe der Nacht langsam an die Arbeit gehen. Je früher wir zum Beispiel unsere letzte Mahlzeit beenden, desto früher beginnen die reparierenden und regenerierenden Aufgaben der „Nachtarbeiter“ in deinem Körper.

Dein Körper kennt kein Wochenende.

Wenn du alleine „nur“ diese sechs Punkte für 4-8 Wochen von Montag bis Sonntag fest in deinen Alltag integrierst, wird das positiv auf deine Schlafqualität Einfluss nehmen.

Warum Montag bis Sonntag? Ganz einfach. Dein Körper kennt kein Wochenende. Und je gleichmäßiger du gerade solche Gewohnheiten ritualisierst, umso schneller kann sich dein Biorhythmus wieder natürlich einstellen. Der ist übrigens nicht nur die Basis für eine gute Nacht, sondern auch für deine gesamte Gesundheit.

Natürlich gibt es noch viel mehr Zusammenhänge zu erkläre, verstehen und beeinflussen. Und dieser Artikel kann nur eine erste Inspiration sein.

Wenn du nun noch tiefer einsteigen möchtest, um dein eigener Gesundheitsexperte zu werden und in deine volle Lebensenergie zu kommen, dann buche LEB DICH GESUND und lebe schrittweise in einem deiner Biologie entsprechenden Lebensstil.

LEB DICH GESUND verbindet dich. Mit dir. Mit deiner Gesundheit. Mit deiner Natur.