Körpersprache braucht Bildung und Training.

Dein Körper ist ein Wunderwerk. Alles ist miteinander verbunden und spricht miteinander. Und das gilt nicht nur innerhalb deines eigenen Körperkosmos, sondern auch in Verbundenheit mit deinem gesamten Umfeld. „Körpersprecher“ Stefan Verra hat es sich zur Aufgabe gemacht, Körpersprache leicht verständlich zu machen. Und zwar nicht, um irgendwelche geheimen Absichten oder Botschaften unseres Gegenübers zu interpretieren, sondern, um uns in erster Linie selber annehmen und verstehen zu können.

Welche Schnittstelle hat ein Körpersprachenexperte mit einer kPNI-Therapeutin?

Genau hier liegt die große Schnittstelle zwischen der Arbeit von Stefan und meiner. Wir beide beschäftigen uns mit Körpersignalen und sagen zu Menschen „Hey, dein Körper spricht!“*. Ihm zuzuhören macht nicht nur unglaublich viel Sinn, da man eine Menge erfährt, sondern bereitet auch extremste Freude. Das kann ich zumindest von mir so sagen. Nichts geschieht ohne Grund. Alles ist eingebettet in eine Geschichte und jede Geschichte ist individuell. Genau darin liegt der Reiz. Pauschalaussagen haben so keine wirkliche Gültigkeit, sondern wir sind eingeladen, uns mit jedem Menschen einzeln zu befassen. Und beginnen sollten wir hier bei uns.

Während ich die Bücher von Stefan gelesen habe, schaute ich also immer wieder auf meine eigene Lebensgeschichte zurück und stellte schnell fest, wie sehr sich meine Körpersprache durch meine Lebenserfahrungen verändert hatte.

Du hast das Gefühl, dein Körper möchte dir etwas sagen? Du verstehst seine Sprache jedoch nicht so ganz, wenn es um Symptome geht? Und du könntest auch eine Schüppe mehr Energie vertragen? Dann nehme an meinem kostenlosen Webinar “Energielosigkeit überwinden – Lebenspower gewinnen.” teil.

Du lernst dort deine Körpersymptome zu verstehen, wirst Energieräubern entlarven und die vier wichtigsten Schritte kennenlernen, um in deine volle Power kommen zu können.

Kinder sind wohl die besten Körpersprachenexperten!

Als Kind war ich immer sehr impulsiv und lebendig. Ich gehörte zu den Kindern, die mit dem Fragen nach dem Warum nicht aufhören konnten. Ich wollte alles immer ganz genau wissen, hatte aber auch ein Gespür für Unstimmigkeiten. Heute weiß ich, dass ich hier wohl Wortinhalt und Körpersprache des Sprechers intuitiv blitzschnell miteinander verglichen haben. Da ich meinen Mund nicht gehalten habe, habe ich diese Unstimmigkeit auch verbalisiert. Bis zu meinem 18. Lebensjahr wurde mir so manche „Marotte“ dieser Art gesellschaftlich aberzogen.

„Verena, das macht man nicht.“, „Verena, das sagt man nicht.“ oder „Was sollen denn die anderen denken?“ führte letztendlich dazu, dass ich ein angepassterer Mensch wurde, der jedoch keinen guten Zugang mehr zu sich selbst hatte. Ich spürte kaum noch meine Bedürfnisse und auch nicht mehr so gut meine Körpersignale. Kein Wunder, dass auch meine Körpersprache immer einsilbiger wurde und ich mich dann mit Mitte zwanzig nur noch wunderte, dass mich andere, als arrogant und verschlossen einstuften. Dabei bin ich so doch gar nicht.

Aber ich wirkte so. Mein Körper sendete diese Signale. Und diese waren mir nicht bewusst. Interessanterweise änderte sich das immer, wenn ich Sport machte und dieser Zusammenhang wurde mir klar, als ich durch Stefan von dem Einfluss der phasischen Muskulatur auf unsere Körpersprache erfuhr.

Körpersprache kannst du trainieren.

Unsere phasischen Muskeln sind für schnelle Muskelbewegungen zuständig, bringen uns in eine aufrechte Haltung und geben uns die Fähigkeit attraktiver und vielfältiger zu kommunizieren. Und damit auch sympathischer zu wirken.

Unsere tonischen Muskeln führen dagegen haltende Aufgaben durch und ziehen uns bei zu hoher Dominanz in den Vierfüßlerstand zurück. Warum zurück? Weil wir uns evolutionär betrachtet vom Vierfüßlerstand in die aufrechte Haltung entwickelt haben. Es baute sich schrittweise, über viele Milliarden Jahre immer das eine auf dem anderen auf.

Und das meiste in deinem Körper funktioniert auch noch so, wie vor 300.000 Jahren und noch länger davor. Wie kommt es zum Beispiel, dass du deine Hand von der heißen Herdplatte ziehst, obwohl du noch gar keinen Verbrennungsschmerz spürst? Das liegt an den sogenannten Hitzeschockproteinen (englisch Heat Shock Protein, HSP), diese geben ein Gefahrensignal weiter, falls eine Zelle zum Beispiel zu heiß werden sollten. Und diese Information wird schneller weitergeleitet, als der Verbrennungsschmerz.

Zum Glück, den sonst wäre die Wunde später deutlich größer. Diese Fähigkeiten besitzen Zellen schon seit ewigen Zeiten und dienen unserem Schutz. Doch nun schweife ich ab.

Trainiere vielfältig und du wirkst sympathischer.

Aktuell war ich ja dabei, dass meine eigene Körpersprache ganz anders zu wirken schien, wenn ich beim Sport war. Kein Wunder. Ich praktizierte in erster Linie Schnellkraftsport, der auch koordinativ ein wenig abverlangte. Je vielfältiger meine Bewegungsformen, um so vielfältiger und freundlicher auch meine Körpersignale. Heute verstehe ich diesen Zusammenhang und fordere meine Körper absichtlich auch in dieser Vielfältigkeit.

Ob es für mich allein schnelle Liegestütze, Burpees, Hampelmänner sind oder Bewegungseinheiten mit meinen Kindern. Gerade Kinder fordern phasische Muskeln, indem sie über Stock und Stein springen, rennen, klettern oder Fangen spielen. Darum sind meine drei Kinder auch meine besten Trainingspartner. Ich mache so oft es geht einfach ihre Bewegungen mit. Und das am liebsten dann draußen in der Natur.

Freiwillig kommt keines meiner Kinder auf die Idee Ausdauersport zu machen. Gehen wir zum Beispiel sonntags alle gemeinsam schwimmen, ziehen meine Großen ein langes Gesicht, wenn ich sie frage, ob wir gemeinsam die 24 Bahnen fürs Silberabzeichen schwimmen wollen. Aber für ein kurzes Wettschwimmen sind sie fast immer zu haben. Da haben wir sie wieder. Die phasischen Muskeln.

Trainiere deine phasischen Muskeln und du wirst spüren, wie sich deine Haltung und deine Körpersprache wieder verbessern. Ganz von allein. „Dafür habe ich aber gar keine Zeit, denn ich bin den ganzen Tag im Büro“, antwortest du jetzt vielleicht. Diese Aussage stammt aus einem typischen Ausredenkatalog und zeigt nur, dass du dich noch nicht mit den einfachsten Möglichkeiten kreativ auseinandergesetzt hast.

Hier meine sieben wichtigsten Tipps für einen “bewegten” (Büro-)Alltag:

  1. Wechsel alle 30-45 Minuten deine Position

Stelle dir eine Erinnerungsfunktion und stehe alle 30 bis 45 Minuten auf. Denn gerade das lange Sitzen fordert nur tonische Muskulatur und verändert einiges in deinen Stoffwechselprozessen. Oder investiere in einen höhenverstellbaren Schreibtisch und arbeiten im Wechsel im Stehen und im Sitzen.

  1. Trinke und esse nie am Arbeitsplatz

Wenn du deinen Kaffee, Tee oder dein Wasser gleich in der Personalküche lässt und jedes Mal aufstehst, wenn du Durst hast, dann steigert sich automatisch dein Bewegungsumfang. Für dein Essen gilt das natürlich auch.

  1. Kläre Prozesse mit Kollegen persönlich.

Rufe Kollegen aus dem Nachbarbüro nicht an und schreibe ihnen auch keine Email , sondern gehe eben bei ihnen vorbei und kläre dein Anliegen persönlich. Steigere das ganze später noch um die Etage über und unter dir. Und jetzt höre ich schon wieder einen Einwand … „Wann soll ich denn dann meine Arbeit machen?“ … Untersuchungen zeigen, dass wir effektiver und effizienter arbeiten, wenn wir uns immer wieder bewegen. Hab also keine Sorge, du schaffst dein gewohntes Pensum. Und zwar eben weil du dich bewegst.

  1. Zweiergespräche im Laufen führen.

Es gibt einen Sachverhalt, den du mit einem Kollegen besprechen möchtest? Dann macht das doch im Laufen und nicht im Sitzen. Erstens tut es beiden gut und zweitens kommen wir auf andere Ideen, wenn wir uns bewegen.

Woran das liegt? Ganz einfach. Herausforderungen aktivieren unsere Stresssysteme. Mit dem Ziel mehr Energie in die Zelle zu bekommen, um eine Lösung zu finden. Früher mussten wir Stress/ Herausforderungen immer mit Bewegung klären, sonst hätte dich der Säbelzahntiger gefressen oder du wärst verhungert. Heute haben wir diese beiden Dinge viel zu oft von einander getrennt. Dabei aktivieren psychoemotionale Herausforderungen, wie der Säbelzahntiger unsere Stresssysteme gleichermaßen und somit sollten wir wieder zusammenführen, was zusammengehört. Nämlich Herausforderungen und Bewegung. Du wirst schnell merken, dass du viel klarer denken kannst.

  1. Teambesprechungen im Stehen halten.

Wir sitzen im Alltag viel zu viel. Darum empfehle ich jede Gelegenheit, in der du nicht sitzen musst im Stehen bzw. in Bewegung durchzuführen. Im Fall von Teamsitzungen werdet ihr gemeinsam viel produktiver und die Laune verbessert sich.

  1. Einfache Übungen integrieren.

Schaue für dich selber nach drei Übungen, die du für ca. 1 Minuten durchführen kannst und die deinen Puls ansteigen lassen. Meine Klassiker sind Liegestützen, Hampelmänner und Kniebeugen. Muss ich lange sitzen, dann baue ich die alle 30-40 Minuten abwechselnd für 60 Sekunden ein. Danach kann ich viel besser und konzentrierter weiterarbeiten.

  1. Bildet euch als Team weiter.

Gönnt euch als Team einen Referenten oder empfehlt jedem Kollegen passende Literatur, Videos oder diesen Blog und kommt gemeinsam in die Veränderung. Denn gemeinsam sind Veränderungen immer leichter, als alleine den Hampelmann zu machen. So profitiert ihr als Team von dem höheren Bewegungsumfang.

Mehr zum Thema Körpersprache?

Wenn du nun sagst, dass mit der Körpersprache hört sich spannend an, dann empfehle ich dir natürlich Stefan Verra. All seine Angebote findest du auf folgender Seite:

http://www.stefanverra.com/

 

Mich hat er so sehr begeistert, dass ich nach der Masterclass I nun auch die Masterclass II gebucht habe und ich freue mich schon riesig auf die neuen Impulse, von denen ich hier sicher wieder berichten werde.

* Bisher sind von Stefan folgende Bücher veröffentlicht worden:

„Leithammel sind auch nur Menschen.“, ISBN 978-3424202021

„Hey, dein Körper spricht.“, ISBN 978-3-8419-0325-9

„Hey, dein Körper flirtet.“, ISBN 978-3841904270

„Die Macht der Körpersprache im Verkauf“, ISBN 978-3000509063

Welche Signale sind für mich als kPNI-Therapeutin interessant?

Dein Körper sendet sehr viele Signale, die alle zusammen einen ganz guten Einblick geben, wie es deinem Körper geht, doch sehr oft verstehen wir die Sprache unseres Körpers nicht. Oder wir tun die Signale ab. “In dem Alter ist das doch normal.” oder “Damit muss man eben leben.” sind Formulierungen, die ich sehr häufig höre. Doch sie stimmen nicht.

Mit LEB DICH GESUND verfolge ich das Ziel, dass du wieder in eine tiefe Verbundenheit kommst. Und zwar zu dir. Zu deiner Gesundheit. Und zu deiner Natur. Und damit automatisch zu deinen Körpersignalen.

Wenn du deine Körpersignale spürst und verstehst, besitzt du auch ausgeprägter die Fähigkeit, dich bewusster und besser um dich kümmern zu können. Und dafür brauchst du Bildung. LEB DICH GESUND bildet dich darin, dein eigener Gesundheitsexperte zu werden.

Wusstest du zum Beispiel, dass folgende Punkte darauf hinweisen, dass es deiner Nebenniere nicht gut geht und sie zu dir sagt “Bitte kümmere dich darum, dass ich nicht mehr so erschöpft bin”?:

  • Ich kann nicht mehr so gut mit Stress umgehen.
  • Ich bin in meiner Arbeit nicht mehr so produktiv.
  • Ich kann nicht mehr so klar denken und mich konzentrieren.
  • Wenn ich in Eile bin, bin ich schnell verwirrt.
  • Ich vermeide emotionale Situationen.
  • Wenn ich unter Druck stehe, werde ich nervös und fange an zu zittern.
  • Mein Magen reagiert empfindlich, wenn ich angespannt bin.
  • Ich mache mir viele Sorgen und habe oft grundlos Angst.
  • Meine sexuelle Lust hat merklich nachgelassen.
  • Wenn ich zu schnell aufstehe, wird mir schnell schwindelig.
  • Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich nicht alles mitbekomme.
  • Ich bin ständig müde und fühle mich trotz ausreichendem Schlaf nicht ausgeschlafen.